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EAA Press Release -
4 May 2003
Fische
haben kein
Ein
Team von Wissenschaftlern des Roslin Institutes und der Universität von
Edinburgh haben bei der
BBC
und anderen britischen Medienanstalten für Schlagzeilen gesorgt. Die Forscher,
unter der
Leitung
von Dr. Ruth Sneddon, erklären, ihre neuesten Forschungen zeigten, dass Fische
Schmerzen
empfinden
können. Diese Schlussfolgerungen ergäben sich aus ihrer Arbeit mit lebenden
Regenbogenforellen,
wobei nach der Injektion bestimmter Giftstoffe (Bienengift und Essigsäure) in
den
Mund der Fische deren Physiologie und ihr Verhalten beobachtet worden waren.
Diese
Schlussfolgerungen, Fische könnten Schmerzen empfinden, stehen in direktem
Widerspruch zu
der
neuesten Arbeit von Professor James D Rose der Universität von Wyoming, USA,
wonach Fische
nicht
die notwendige und spezifische Gehirnregion besitzen, um in der Lage zu sein,
Schmerzen zu
empfinden.
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Prof.
Rose erklärte gegenüber der EAA: „Die
Aussagen von Sneddon et al. sind mit Sicherheit
fehlerhaft
und beinhalten keinerlei legitime Beweise, dass Forellen fähig sind, Schmerzen
zu fühlen.
Der
Haken an der Sache ist, dass die Autoren der Arbeit für ihren Versuch,
Schmerzen nachzuweisen,
einen
untauglichen Weg wählten.
Dies
bedeutet: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich nicht wirklich mit Schmerzen
(bewusstes
Geschehen/bewusste
Erfahrung). Vielmehr ist Nociception (unbewusste Reaktion auf schädigende
Reize)
Inhalt der Abhandlung. Auf diese begriffliche Konfusion, die die Abhandlung von
Sneddon et al.
Schmerz
und Bewusstsein erfordern sehr spezifische Gehirnregionen, namentlich die
besonders
entwickelte
neocorticale Region der cerebralen Großhirnhälften. Der Neokortex ist bei
Fischen nicht
vorhanden
und es gibt keine alternativen Anordnungen, die die gleichen Aufgaben ausführen
könnten.
Somit
gibt es keine Anhaltspunkte, die darauf hindeuten könnten, Fische seien in der
Lage,
Bewusstsein
oder Schmerz zu haben.
„Fische
haben, ganz einfach gesagt, kein Gehirn, um Schmerzen erfahren zu können“,
sagte Dr.
Bruno
Broughton, Fischbiologe und wissenschaftlicher Berater der EAA. „Vielmehr
bietet die Arbeit
der
Sneddon Forscher keinerlei Begründung dafür, wie ein Fisch die schädigenden
Reize als Schmerz
interpretieren
sollte, was meines Erachtens recht verwunderlich ist.“
EAA
Präsident, Harm Minekus, kommentierte die Studie:
„Die
Welt ist dieselbe geblieben, die sie vor der Sneddon Studie war. Die 25
Millionen Angler Europas
können
weiterhin Fische fangen beruhigt durch das Wissen, dass es keine neuen Beweise
gibt, dass
Fische
Schmerz empfinden können. Sie werden weiterhin für saubere Gewässer,
reichhaltige und
mannigfaltige
Wasserlandschaften als Heimat für gesunde Fischpopulationen, und für das
Recht, ihr
Hobby
in Frieden genießen zu dürfen, eintreten.“
For further information contact:
President
Harm Minekus
Secretary-General
Jan Kappel
Tel:
+32 (0)2 732 0309
E-mail:
eaa.aepl@skynet.be
(Dossier
on “fish and pain”:
http://www.eaa-europe.org/Pages-Full/Pages-Full-Articles/
ArticlesCaseworks/A-EAA-Caseworks-List-EN-FR.htm)
(Deutsche
Übersetzung: S. Winkel – 2 von 2 Seiten)